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Was ist DNA?

DNA, oder das Erbgut, trägt die gesamte genetische Information für die Entstehung und die Existenz jedes einzelnen Menschen.

Die DNA ist ein langer Faden, welcher in jeder Zelle des menschlichen Körpers (Blut, Speichel, Haut usw.) im Zellkern aufgewickelt in die sog. Chromosomen zu finden ist.

Jede menschliche Zelle besitzt 23 Chromosomen Paare, insgesamt also 46 Chromosomen, die jeweils zur Hälfte von der Mutter (von der Eizelle), zu anderen Hälfte vom Vater (vom Spermium) stammen.


Wie funktioniert ein DNA-Test?

Bestimmte Bereiche des Erbgutes unterscheiden sich zwischen Menschen, diese Bereiche besitzen oftmals mehrere Varianten. Es handelt sich um sog. Mikrosatelliten. Jeder Mensch besitzt zwei Kopien dieser DNA-Abschnitte, eine Kopie ist mütterlichen und die andere väterlichen Ursprungs. Die Analyse mehrerer solcher Mikrosatelliten produziert einen sog. DNA-Profil (“genetischer Fingerabdruck”), durch welchen sich so gut wie jeder Mensch von jedem anderen unterscheiden lässt. Bei jedem Mikrosatelliten eines Kindes muss eine Kopie mit den des Vaters übereinstimmen. Trifft dies nicht zu, kann seine Vaterschaft ausgeschlossen werden.


Wie sicher ist der Vaterschaftstest?

Das verwendete Verfahren analysiert Mikrosatelliten an mindestens 16 verschiedenen Stellen des menschlichen Erbgutes. Sofern die Vaterschaft nicht ausgeschlossen wird, kann die “Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft” durch eine statistische Berechnung angegeben werden (sog. Likehood-Faktor). Diese ist im Normalfall wesentlich größer als 99,9%. Eine 100% Wahrscheinlichkeit kann nie erreicht werden, da die (extrem unwahrscheinliche) Möglichkeit von zwei in diesen 16 untersuchten Mikrosatelliten übereinstimmenden Personen gegeben bleibt. Stimmen 2 der 16 Marker nicht überein, wird in der Regel die Vaterschaft ausgeschlossen.

Der wichtigste Faktor für die Stärke der Statistik ist die jeweilige Aussagekraft der einzelnen Mikrosatellitenmarker, abhängig von deren Häufigkeit in der jeweiligen Bevölkerung. Die Anzahl der Systeme spielt hier natürlich auch eine, wenn auch eher nebensächliche Rolle. In Fällen, wo die Bestätigungswahrscheinlichkeit die Schwelle von 99,9% unterschreitet, werden automatisch und unentgeltlich weitere Mikrosatelliten analysiert.

Im Falle von Ausschlüssen, Mutationen und Nichtverwertbarkeit der Proben führen wir Doppelanalysen automatisch und unentgeltlich durch.

Unser Labor rezertifiziert sich jährlich durch die Teilnahme an internationalen Ringversuchen zur forensischen DNA-Typisierung (GEDNAP).


Was benötigen wir für einen Vaterschaftstest?

Wir benötigen Proben von der Mutter, dem möglichen Vater und dem Kind. Am besten geeignet sind entweder “Speichelproben” (Mundschleimhautabstriche) oder Blut. Alternativ können ebenfalls Proben wie Kaugummi, Zahnbürste, Nägel und andere verwendet werden.


Befundmitteilung

Befunde können im Normalfall nach 4-6 Arbeitstagen mitgeteilt werden, bei dringenden Fällen kann die Analyse jedoch, nach Rücksprache, in 24 Stunden durchgeführt werden (kein Alternativmaterial). Bei Sonderproben muss mit 8-12 Arbeitstagen gerechnet werden. Die Befundzusendung erfolgt in der Regel per Post oder per E-mail.


Wie viel kostet ein Abstammungsgutachten?

Ein Vaterschaftstest muss nur einmal durchgeführt werden, dafür mit umso mehr Sorgfalt. Unsere Preise finden Sie unter diesem Link.